Sounds of Islands - Musik von Inseln

Der Themenschwerpunkt 2016

Wer kennt sie nicht, die Bilder von singenden Soneros an Havannas Uferpromenade Malecón oder die Klänge der Dudelsäcke und Tin Whistles, die über die weiten Hügellandschaften der britischen Inseln wehen? Inseln beflügelten seit jeher die Phantasie der Menschheit, sie waren Ausgangspunkt in eine neue Welt, waren Tragödie, Sehnsucht und Hoffnung. In einer musikalischen Strandgutsuche befasst sich das 41. Nürnberger Bardentreffen unter dem Motto „Sounds of Islands“ mit Inselmusik rund um den Globus.

Als treue Reisebegleiterin ist die Sparda-Bank Nürnberg eG nach wie vor als Hauptförderin an Bord und garantiert damit weiterhin die Reisefreiheit für alle.

Die 22-jährige Elida Almeida gilt auf den Kapverden als der neue Shooting-Star, ihre Fans vergleichen sie bereits jetzt mit der längst verstorbenen Cesaria Evora. Die ebenfalls auf den Kapverden geborene und in Frankreich aufgewachsene Mo’ Kalamity verkörpert die Stimme der Frauen im männerdominierten Reggae-Genre. In ihren Texten prangert sie Gewalt gegen Frauen ebenso an, wie das Ungleichgewicht zwischen Industrienationen und Entwicklungsländern.

Von den britischen Inseln stammen Seth Lakeman, Bella Hardy und Luke Jackson, allesamt vertreten sie die florierende, englische Folk-Pop- Szene. Die Band Fleadh (gälisch für „Fest“) besteht aus irischen und deutschen Musikern. Sie haben sich neben Eigenkompositionen den Traditionals der grünen Insel verschrieben.

Rund weitere 1000 Kilometer Richtung Ende der Welt liegen die Färöer Inseln. Eine der wichtigsten Musikexporte ist Eivør Pálsdóttir, ihre Mischung aus elektronischen und akustischen Sounds in Verbindung mit ihrer klaren, elfenhaften Stimme ist so eigen, so traumhaft und gleichzeitig wuchtig, wie sie besser nicht auf das Bardentreffen passen könnte.

Insider der Folkszene kennen Gudrun Walther und Jürgen Treyz unter anderem als Mitglieder der preisgekrönten Band Cara. Einzig für das diesjährige Insel-Thema am Bardentreffen haben sie ein Sonderprogramm von den Nordfriesischen bis zu den Orkney-Inseln ausgearbeitet und sich illustre Gastsolisten dazu geholt: Keike Faltings aus Föhr, Jeana Leslie von den Orkney-Inseln und Kim Edgar aus Schottland.

Auf halbem Weg zwischen Skandinavien und dem Baltikum liegt in der Ostsee das zu Schweden gehörende Gotland. Die bekannteste Folk- Gruppe dieser Insel ist Gunnfjauns Kapell, sie pflegt seit nahezu 35 Jahren die heimische Musiktradition.

Sardinien gehört zu Italien, in der Stadt Alghero an der Nordwestküste jedoch wird neben sardisch und italienisch auch noch catalán gesprochen. Diesen reichen Kulturschmelztiegel vereint die in Alghero geborene „Grande Dame des Mittelmeers“ Franca Masu auf wunderbare Weise.

Von Zypern aus mischt das umtriebige Trio Monsieur Doumani seit 2012 die internationale Weltmusik-Szene auf. Mit dem frischen Ansatz, zypriotische Folk-Songs neu zu arrangieren, feierten die Musiker bereits einige Erfolge, u.a. Platz 1 der Transglobal World Music.

Über den Sueskanal gelangen wir in den indischen Ozean nach Madagaskar. Der Musiker Damily gilt dort als König des Tsapiky, ein junger madagassischer Musikstil, der traditionelle Musik mit modernen E- Gitarren-Sounds verbindet.

Weiter östlich auf La Reunion gelten die acht Bandmitglieder von Lindigo als Aushängeschild der traditionellen Maloya-Musik im neuen Global-Pop- Gewand.

Das musikalische Inselhüpfen um den Globus endet bei Maia Barouh in Japan. Sie zieht mit einer speziellen, in Südjapan verwendeten Gesangs- technik ihr Publikum in den Bann und beschreibt ihre Musik selbst als Mischung aus „Electro, Roots und japanischem Pop mit Punk-Einflüssen“.

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